Berlin-Termine 2022

Aber nicht küssen ist auch kontraproduktiv
Szenen aus dem Leben der Rosa Luxemburg

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Eine Lecture Performance der Berliner Compagnie in drei Teilen


1. Revolution!  (1871 – 1905
Von den Anfängen Rosa Luxemburgs in Polen über die Zeiten in der Schweiz und Deutschland, über ihren Kampf gegen den Revisionismus Bernsteins bis zu ihrer Teilnahme an der russischen Revolution 1905 in Warschau.

2. Frieden!  (1906 – 1914 Rosa Luxemburgs Streit mit den Führern der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands über die Frage des Generalstreiks, ihre Analyse des Imperialismus, ihr Einsatz für den Frieden - von 1906 bis zum Beginn des ersten Weltkrieges im August 1914.

3. Freiheit  (1914
1918)  Ihr Entsetzen über den Weltkrieg und die Krise der Sozialdemokratie, die Zeit in den Gefängnissen, Rosas Liebe zu Menschen, Pflanzen und Tieren, ihre Auseinandersetzung mit Lenin und der Oktoberrevolution - ab 5. August 1914 bis zur Entlassung aus dem Gefängnis am 8. November 1918

 

Vom 28. Oktober bis 27. November 2022
Im Werkraum der Berliner Compagnie 
in Kreuzberg

Ana Hauck (Schauspiel)

H.G. Fries (Schauspiel)
Camilla Cecile Körner, Elke Schuster (Regie)
Helma Fries (Recherche und Zusammenstellung der Texte)
Elke Schuster (Ausstattung)
Sybille Sellwig (Büroleitung)



Rosa und Der
                                                          SPD-Vorstand

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28.10.
29.10.
30.10.


04.11.
05.11.
06.11.

11.11.
12.11.
13.11.

18.11.
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20.11.

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19:30
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1.Teil
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2.Teil
2.Teil
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3.Teil
3.Teil
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3.Teil
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3.Teil
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Im Werkraum der Berliner Compagnie

Muskauer Straße 20 A, Fabrikgebäude
Berlin-Kreuzberg, U-Görlitzer Bhf 
>Map<

Eintritt: 16 €, ermäßigt 12 €
Bezahlung an der Abendkasse. 
Kartenzahlung ist nicht möglich

Vorbestellung notwendig.

Vorbestellungen
nur per Mail an: Werkraum@BerlinerCompagnie.de

Sie erhalten eine Bestätigungs-Mail Ihrer Reservierung.

Da in unserem Raum Abstände von 1,50 nicht eingehalten werden können, müssen wir Sie bitten, eine FFP2 Maske während der Vorstellung zu tragen.



 

Rosa Luxemburg ist eine Ikone der Linken, aber ihre politischen Einsichten und Positionen werden selten wahrgenommen und noch seltener beherzigt. Dabei hat sie Anfang des vorigen Jahrhunderts Gedanken geäußert und Haltungen bezogen, die weit über ihre Zeit hinaus ihre Gültigkeit behalten. Gerade in unseren Tagen könnte ein erneuter Blick auf diese große Frau sehr nützlich sein.

Es gilt, eine weithin unbekannte Rosa Luxemburg zu entdecken.

In der Produktion der Berliner Compagnie wechseln sich Spielszenen aus dem privaten und politischen Leben Rosa Luxemburgs ab mit Berichten über sie, mit Passagen aus ihren Briefen, aus ihren Reden, Zeitungsartikeln und wissenschaftlichen Werken.

Die Inszenierung setzt auf die Kraft der Sprache Luxemburgs, führt mit leichter Hand vom Bericht zur Spielszene, setzt zeitliche Strukturen räumlich um und bleibt nah an den ZuschauerInnen. Nicht zuletzt verkörpert die vom georgischen Staatstheater Tiflis kommende Schauspielerin Ana Hauck Rosa Luxemburg so eindringlich, dass "auf einer kargen Bühne in einem kleinen Kreuzberger Hinterhof" (Sonia Mikich) den Zuschauern Leben und Denken einer der größten Frauen in der deutschen Geschichte erstaunlich nahe kommen.

Nach zwei Weltkriegen (und einem heraufziehenden dritten), nach der materiellen und geistigen Verelendung des größten Teils der Menschheit, der Zerstörung der Biosphäre und der drohenden Auslöschung allen Lebens auf der Erde – es ist so gekommen, wie Rosa Luxemburg am Beginn des 20. Jahrhunderts vorausgesagt hat. Sie hat diese Katastrophen erwartet für den Fall, dass die Profitlogik des Kapitals, dass Aufrüstung und Imperialismus weiterhin die Welt beherrschen. Der Sozialismus, für den sie lebte und starb, umfasste nicht nur die Befreiung von Ausbeutung, sondern Frieden, wahrhaft demokratische Verhältnisse und „weitherzigste Menschlichkeit“. Rosa Luxemburgs Vorstellungen sind heute so aktuell wie vor dem ersten Weltkrieg.

 

Wir danken der Rosa-Luxemburg-Stiftung für die finanzielle Unterstützung des Projekts.


Die Berliner Compagnie ist die älteste freie Theatergruppe Berlins. Seit 1981 tourt sie als alternatives Tourneetheater durch die Bundesrepublik und das europäische Ausland. Sie hat bisher 33 Produktionen erarbeitet und mit ihnen u.a. am Stuttgarter,  Düsseldorfer und Frankfurter Schauspielhaus sowie am Thalia-Theater Hamburg gastiert. Nach fast 2500 Gastspielen spielt sie ab 2022 nur noch in Berlin, in ihrem Kreuzberger Werkraum in der Muskauerstr. 20A.

Ana Hauck, die Darstellerin der Rosa Luxemburg, stammt aus Georgien. Dort spielte sie zehn Jahre lang im Ensemble des Staatstheaters Tiflis und wurde 2014 als beste Schauspielerin Georgiens ausgezeichnet. In der Berliner Compagnie hat sie bisher in fünf Produktionen mitgewirkt.

Helma Fries hat nach Engagements u.a. in der Theatermanufaktur am Halleschen Ufer und am Staatstheater Kassel die Berliner Compagnie  gegründet. Sie ist Schauspielerin und Autorin.

Elke Schuster debütierte als Regieassistentin von Rolf Parchwitz in München, war u.a. Schauspielerin in der Theatermanufaktur und Regieassistentin von Friedo Solter vom Deutschen Theater. Sie arbeitet seit 1985 in der Berliner Compagnie – als Regisseurin, Schauspielerin, Dramaturgin und Ausstatterin. Sie hat seit 1991 fast alle Stücke des Theaters inszeniert und ist künstlerische Leiterin des Theaters.

Camilla Cecile Körner,
Schauspielstudium an der Alanus-Hochschule, Regieassistentin von Armin Petras am Düsseldorfer u. Dresdener Schauspielhaus, Regisseurin, Studium Theaterpädagogik an der HdK Berlin.


Ich kenne im deutschsprachigen Raum derzeit kein besseres und aufrüttelnderes politisches Theater.“ Ekkehart Krippendorff, FU

"Das beste politische Theater in Deutschland." Andreas Zumach, taz

Mit bescheidenen Mitteln, auf einer kargen Bühne in einem kleinen Kreuzberger Hinterhof wird plötzlich Weltpolitik heruntergebrochen und konzentriert...So ein Schau-Spiel kann wahrhaftiger sein als Fernsehbilder, die doch angeblich mehr als 1000 Worte sagen.“ Sonia Mickich, WDR

 Nationaler Aachener Friedenspreis 2009